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Kleine RNA Moleküle spielen eine Rolle in der RDEB Hautkrebsentstehung

Neue wissenschaftliche Studie aus der EB-Haus Arbeitsgruppe Wally, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Cell Communication and Signaling

In den letzten Jahren wurde eine neue Klasse von Molekülen in Körperzellen entdeckt, die eine wichtige Rolle bei der Krebsentstehung spielen, indem sie die Produktion von bestimmten Proteinen beeinflussen. Die Rede ist von so genannten Mikro-RNAs (miRNAs).

Für die Herstellung eines Proteins in der Zelle wird zunächst von der DNA eine mRNA Abschrift gemacht. Anhand dieser werden Aminosäuren zu einer Kette geknüpft, die am Ende das fertige Protein bildet. MiRNAs sind kurze RNA Fragmente, die sich an eine mRNA anheften können, und somit die Proteinproduktion blockieren.

ForscherInnen aus dem EB-Haus haben kürzlich eine miRNA mit dem Namen miR-10b identifiziert, die bei der Entstehung des aggressiven Plattenepithelkarzinoms (SCC) in RDEB von Bedeutung ist. Der SCC Hautkrebs ist die häufigste Todesursache bei PatientInnen die an der schweren Form der RDEB leiden. Bisher ist es nicht gelungen, die genaue Ursache für das hoch aggressive Verhalten des RDEB SCC im Vergleich zum SCC in Nicht-EB Betroffenen zu erforschen.

Die WissenschaflerInnen haben in Laborversuchen SCC Zellen und SCC Haut mit gesunden Proben verglichen, um Mengenunterschiede bei diversen miRNAs zu ermitteln. Alle SCC Proben zeigten eine erhöhte Menge an miR-10b. Es ist bereits beschrieben, dass miR-10b jene mRNA in Tumorzellen blockiert, von welcher ein Protein erzeugt wird, das eine Tumorentwicklung verhindert.
In speziellen Experimenten konnten die ForscherInnen in der aktuellen Studie zeigen, dass miR-10b den RDEB Hautzellen tatsächlich tumorrelevante Eigenschaften verleiht. Zum Beispiel verändern Hautzellen, die viel miR-10b produzieren, plötzlich ihr Wachstumsverhalten, und bilden Zellaggregate. Diese Charakteristik steht in Zusammenhang mit einer Tumorausbreitung und der Bildung von Metastasen.

Da bisher für die Betroffenen keine zugelassenen oder wirksamen SCC-Therapien zur Verfügung, stehen, liefern die Ergebnisse der jüngsten Studie aus dem EB-Haus neue Hoffnung. So könnte die gezielte Reduzierung der miR-10b Menge in Tumorzellen zur Tumorvorbeugung und -bekämpfung beitragen.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier

 

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