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Positive Effekte der Lasertherapie bei EB

Die Flächenlasertherapie stellt eine schonende, nicht-invasive ergänzende Behandlungsmöglichkeit für PatientInnen mit Epidermolysis bullosa (EB) dar. Sie basiert auf der Anwendung von niederenergetischem Laserlicht (Photobiomodulation bzw. Low-Level-Lasertherapie), welches die physiologischen Wundheilungsprozesse unterstützen kann. Die Methode wird in unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten eingesetzt und eignet sich sowohl für die Behandlung akuter als auch chronischer Wunden.

Die Flächenlasertherapie ist grundsätzlich bei allen Formen von EB anwendbar. Die Behandlung basiert auf der sogenannten Photobiomodulation, einem Verfahren, bei dem niederenergetisches Laserlicht biologische Prozesse in den Zellen anregen soll. Im Gegensatz zu chirurgischen Lasern entwickelt das Laserlicht keine gewebeschädigende Wärme und eignet sich daher auch für die Anwendung auf empfindlicher oder verletzter Haut - wie bei “Schmetterlingskindern”.

Die klinischen Erfahrungen zeigen, dass der Behandlungserfolg je nach EB-Subtyp unterschiedlich ausfallen kann. Insbesondere bei bestimmten Formen wie beispielsweise EB simplex wurden sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Viele “Schmetterlingskinder” berichten bei regelmäßiger Anwendung über eine raschere Wundheilung, eine Verringerung der Schmerzen sowie eine Verbesserung ihres allgemeinen Wohlbefindens. Die Behandlung ersetzt nicht die tägliche Wundversorgung, sondern ergänzt diese. Vor der erstmaligen Anwendung erhalten die PatientInnen in der EB-Ambulanz eine umfassende Einschulung durch die EB-ÄrztInnen. Ziel ist es, den sicheren und korrekten Umgang mit dem Gerät zu vermitteln, damit die Lasertherapie selbstständig und zuverlässig im häuslichen Umfeld durchgeführt werden kann. Vor dem Einsatz des Lasers müssen sämtliche Schmuckstücke abgelegt und reflektierende Gegenstände, wie beispielsweise Spiegel im unmittelbaren Behandlungsbereich, entfernt werden. Während der Behandlung tragen sowohl die PatientInnen als auch unterstützende Begleitpersonen eine geeignete Laserschutzbrille, damit die Augen und der Sehnerv vor der Strahlung geschützt bleiben.

Das kompakte, leicht transportierbare Gerät erinnert optisch an einen Telefonhörer und wird während der Behandlung für einige Minuten über die betroffenen Hautareale gehalten. Dabei gibt es niederenergetisches Laserlicht ab, ohne die Haut zu berühren oder zu erwärmen. Die Therapie ist schmerzfrei und wird auch auf verletzter Haut sehr gut toleriert. Da die Wirkung auf einer regelmäßigen Anwendung beruht, erstreckt sich die Behandlungsdauer häufig über mehrere Monate.

Die bisherigen Rückmeldungen der EB-Betroffenen sind überwiegend positiv und weisen darauf hin, dass die regelmäßige Anwendung der Flächenlasertherapie einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Wundheilung, zur Linderung der Beschwerden und damit auch zur Steigerung der Lebensqualität der “Schmetterlingskinder” leistet. Seit der Einführung dieser Therapieform im EB-Haus im Jahr 2006 ist die Nachfrage kontinuierlich gestiegen. Dank großzügiger Spenden konnte die Anzahl der verfügbaren Geräte laufend erweitert, eine Warteliste für den Erhalt eines Gerätes besteht dennoch.

Anwendung des Lasergeräts, das für viele “Schmetterlingskinder” unterstützend wirken kann.

© DEBRA Austria | Bryan Reinhart

EB-Ärztin Dr. Katharina Ude-Schoder bei der Einschulung in die Anwendung des Gerätes.

© DEBRA Austria | Bryan Reinhart

Lasergerät und notwendige Schutzausrüstung.

© DEBRA Austria | Bryan Reinhart
 

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